📖 Lippischer Pickert selber machen
Lippischer Pickert ist ein echter Klassiker aus Nordrhein-Westfalen – genauer gesagt aus dem schönen Lipperland rund um die Stadt Blomberg. Früher war der Pickert ein typisches „Arme-Leute-Essen“, heute ist er eine regional geschätzte Spezialität, die mit wenigen Zutaten auskommt, aber ordentlich Geschmack auf den Teller bringt.
Warum ich dieses Rezept so gern mag?
Weil es bodenständig, unkompliziert und herrlich wandelbar ist. Du kannst ihn süß genießen – mit Zuckerrübensirup oder Marmelade – oder herzhaft mit Leberwurst oder Butter. Ob zum gemütlichen Frühstück am Wochenende, als rustikales Mittagessen oder auf einem Festbuffet – der Lippische Pickert passt einfach immer.
Was ihn so besonders macht?
Ganz klar: die Mischung aus Kartoffeln, Hefe und Rosinen. Außen schön goldbraun gebraten, innen saftig und leicht süß – ein echtes Wohlfühlgericht. Und das Beste daran: Er lässt sich super vorbereiten und auch einfrieren. Also ideal, wenn man mal etwas mehr machen möchte.
📖 Kurzinfo: Lippischer Pickert
- GESCHMACK: leicht süß, mit feiner Hefenote
- TEXTUR: außen knusprig, innen weich und saftig
- SCHWIERIGKEIT: leicht bis mittel
- AUSSEHEN: goldbraun, rustikal, mit dunklen Rosinen
- VORTEILE: sättigend, gelingsicher, regionaltypisch
- NACHTEILE: etwas Wartezeit wegen Gehzeit
- WÜRDE ICH DAS NOCHMAL MACHEN? Ja, weil es einfach ist, gut schmeckt und super ankommt – vor allem bei Kindern und beim Sonntagsfrühstück! 😋
Rezeptinfos
Portionsgrösse:
Für 4 Portionen
Schwierigkeit:
Leicht bis mittel
Zubereitungszeit:
ca. 1 Stunde + Gehzeit
Ernährung:
Deftig, traditionell, vegetarisch
Kalorien / Portion:
ca. 320 kcal
Gericht für:
Frühstück, Mittagessen, Brunch, Buffet
🍅 Das brauchst du für Lippischer Pickert
Stell dir vor, du machst dich an einem grauen Herbsttag ans Werk – draußen weht der Wind, drinnen duftet es schon nach Hefe und warmen Kartoffeln. Für den Lippischen Pickert brauchst du nur eine Handvoll einfacher Zutaten – aber die haben es in sich.
Du startest mit 500 g mehligkochenden Kartoffeln – die bringen die richtige Sämigkeit in den Teig. Wichtig: Frisch gerieben und gut ausgedrückt, sonst wird’s zu wässrig. Dazu kommt 500 g Weizenmehl (Type 405) – das sorgt für die Bindung und macht den Pickert schön locker. Die Milch (3,5 % Fett, 250 ml) darf ruhig leicht warm sein, damit die Hefe (1 Würfel) ihre Arbeit gut machen kann.
Dann kommen 5 frische Eier (Größe M) dazu – sie geben dem Teig Stand und eine schöne Farbe. 120 g Rosinen sorgen für eine süße Überraschung beim Reinbeißen, während ein Teelöffel Salz das Ganze perfekt abrundet. Für die Pfanne brauchst du Butterschmalz – das gibt den Pickerten ihren typisch deftigen Geschmack. Und zum Schluss: Zuckerrübensirup, für alle, die’s süß mögen. Ein Löffel davon macht das Gericht erst richtig typisch westfälisch!
Die Zutaten sind einfach, aber in Kombination unschlagbar. Perfekt für gemütliche Familienmomente, rustikale Frühstücke oder wenn du einfach mal etwas Herzhaftes suchst, das trotzdem nach Heimat schmeckt.
🧀 Zutatenliste:
500 g Kartoffeln, mehligkochend
500 g Weizenmehl (Type 405)
1 Würfel Hefe
250 ml Milch, 3,5 % Fett
5 Eier, Größe M
120 g Rosinen
1 TL Salz
Butterschmalz zum Braten
1 EL Zucker
Zuckerrübensirup zum Servieren
📒 Schritt-für-Schritt-Anleitung für Lippischer Pickert
Los geht’s! Schnapp dir alle Zutaten und mach’s dir in der Küche gemütlich – der Teig braucht etwas Zeit, aber du wirst mit einem wunderbar duftenden Ergebnis belohnt.
1. Vorbereitung
Zuerst die Milch in einem kleinen Topf lauwarm erwärmen – nicht kochen! Dann die Hefe hineinbröseln und den Zucker hinzufügen. Das Ganze gut umrühren und mit einem sauberen Küchentuch abdecken. Stell die Hefemilch an einen warmen Ort und lass sie ca. 20 Minuten gehen – bis sich kleine Bläschen zeigen.
2. Kartoffeln vorbereiten
Während die Hefe arbeitet, schälst du die Kartoffeln und reibst sie fein – am besten direkt in ein Tuch oder eine Schüssel mit Tuch, damit du sie danach gut ausdrücken kannst. Das ist wichtig, damit der Teig später nicht zu feucht wird.
3. Teig anrühren
Gib die ausgewrungenen Kartoffeln in eine große Schüssel – der Teig geht gleich noch richtig auf, also genug Platz lassen! Jetzt die Hefemilch dazugießen, dann Mehl, Eier, Rosinen und Salz hinzufügen. Mit einem Kochlöffel oder Handmixer zu einem gleichmäßigen Teig verrühren.
4. Teig gehen lassen
Jetzt braucht der Teig etwa eine Stunde Ruhe. Stell die Schüssel an einen warmen Ort und deck sie ab. Nach der Gehzeit hat sich das Volumen ungefähr verdreifacht – das ist ein gutes Zeichen!
5. Pickert braten
Erhitze Butterschmalz in einer Pfanne bei mittlerer Hitze. Mit einem Löffel nimmst du eine gute Portion Teig ab (etwa handtellergroß) und setzt sie in die Pfanne. Jetzt von beiden Seiten goldbraun braten – das dauert etwa 3–4 Minuten pro Seite.
6. Servieren
Warm schmecken sie am besten! Klassisch wird Zuckerrübensirup dazu gereicht, aber auch Butter, Marmelade oder Apfelmus passen wunderbar. Herzhaft geht’s natürlich auch – mit Leberwurst oder Käse.
💡 Tipps und Tricks
Wenn du möchtest, dass dein Pickert schön locker wird, dann achte besonders auf zwei Dinge: Kartoffeln gut ausdrücken und den Teig wirklich gehen lassen. Das macht einen riesigen Unterschied! Du kannst den Teig auch schon am Abend vorher vorbereiten und im Kühlschrank über Nacht gehen lassen – dann hast du morgens weniger Arbeit.
Rosinen sind klassisch, aber nicht jedermanns Sache – du kannst sie weglassen oder durch klein geschnittene getrocknete Aprikosen oder Apfelstücke ersetzen. Für eine herzhafte Variante gib einfach gebratene Zwiebeln oder Speckwürfel in den Teig.
Wenn du mehrere Pickert auf Vorrat machen möchtest: Kein Problem! Einfach nach dem Braten auf einem Kuchengitter abkühlen lassen und später portionsweise einfrieren. Zum Auftauen kurz in der Pfanne oder im Ofen erwärmen – schmeckt fast wie frisch!
Extra-Tipp: Wenn du keinen Butterschmalz magst, nimm neutrales Pflanzenöl oder ein gutes Stück Butter. Wichtig ist, dass die Hitze nicht zu hoch ist – sonst wird der Pickert außen dunkel und bleibt innen roh.

Lippischer Pickert
Kochutensilien
- Schüssel (groß)
- Schüssel (klein)
- Topf
- Pfanne
- Schneebesen oder Rührlöffel
- Küchenwaage
- Reibe
- sauberes Küchentuch
- Schöpfkelle oder großer Löffel
Zutaten
- 500 g Kartoffeln mehligkochend
- 500 g Weizenmehl Type 405
- 1 Stück Hefe frisch, Würfel
- 250 ml Milch 3,5 % Fett
- 5 Stück Eier Größe M
- 120 g Rosinen
- 1 TL Salz
- 1 EL Zucker für die Hefemilch
- Butterschmalz zum Braten
- Zuckerrübensirup zum Servieren (optional)
Anleitungen
- Hefemilch vorbereitenErwärme 250 ml Milch in einem Topf (sie sollte lauwarm, nicht heiß sein). Zerbrösele den Hefewürfel direkt in die warme Milch und rühre 1 EL Zucker unter. Decke die Mischung ab und lasse sie an einem warmen Ort etwa 20 Minuten gehen.
- Kartoffeln reiben und ausdrückenWährenddessen schälst du die Kartoffeln und reibst sie fein in eine mit einem sauberen Küchentuch ausgelegte Schüssel. Danach die Kartoffelmasse gut ausdrücken, damit möglichst wenig Flüssigkeit im Teig bleibt.
- Teig zubereitenGib die ausgedrückten Kartoffeln in eine große Schüssel. Gieße die gegangene Hefemilch dazu. Füge Mehl, Eier, Rosinen und Salz hinzu und verrühre alles gründlich zu einem glatten Teig. Decke den Teig ab und lasse ihn ca. 60 Minuten an einem warmen Ort ruhen.
- Pickert bratenErhitze etwas Butterschmalz in einer Pfanne. Gib jeweils eine kleine Portion Teig hinein (etwa handtellergroß) und brate den Pickert bei mittlerer Hitze von beiden Seiten goldbraun.
- ServierenDie fertigen Pickert schmecken pur oder mit Zuckerrübensirup – klassisch, einfach lecker und richtig lippisch!
Notizen
Vermeide diese Fehler
❌ Die Kartoffeln nicht gut ausdrücken:
Wenn zu viel Flüssigkeit im Teig bleibt, wird er matschig und lässt sich nicht gut braten.
❌ Hefe zu heiß oder zu kalt anrühren:
Ist die Milch zu heiß, stirbt die Hefe ab – ist sie zu kalt, geht der Teig nicht richtig auf.
❌ Rosinen direkt aus der Packung verwenden:
Wenn du sie vorher kurz einweichst, bleiben sie beim Braten schön saftig.
❌ Teig nicht lange genug gehen lassen:
Der Pickert wird sonst zu kompakt – gönn dem Teig Zeit, locker zu werden.
❌ Zu viel Hitze beim Braten:
Dann verbrennt die Außenseite, bevor die Mitte gar ist. Lieber bei mittlerer Hitze langsam braten.
❌ Zu dicke Portionen in der Pfanne:
So wird der Teig innen nicht durch – lieber flacher formen und dafür öfter braten.
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Häufig gestellte Fragen
Kann ich den Pickert auch ohne Rosinen machen?
Ja, natürlich! Wenn du kein Fan von Rosinen bist oder jemand eine Unverträglichkeit hat, kannst du sie einfach weglassen oder durch gehackte Nüsse, Apfelstücke oder Speckwürfel ersetzen.
Wie bewahre ich Lippischen Pickert auf?
Am besten lagerst du übrig gebliebene Pickert in einer gut verschlossenen Dose im Kühlschrank. So hält er sich 2–3 Tage. Vor dem Servieren einfach kurz in der Pfanne oder im Toaster aufwärmen.
Kann ich den Teig vorbereiten und später braten?
Ja, das geht gut! Du kannst den Hefeteig auch am Abend vorher zubereiten und über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Vor dem Braten sollte er aber Raumtemperatur annehmen.
Geht das Rezept auch glutenfrei?
Du kannst das Weizenmehl durch eine glutenfreie Mehlmischung ersetzen. Achte darauf, dass die Mischung auch gut bindet – eventuell hilft ein zusätzliches Ei.
Was tun, wenn der Teig zu flüssig ist?
Dann einfach etwas mehr Mehl unterrühren. Der Teig sollte zähflüssig sein, fast wie ein dicker Waffelteig. Ist er zu dünn, zerläuft er in der Pfanne.

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Kulinarische Idee aus Blomberg, Nordrhein-Westfalen
In Blomberg und der Region Lippe liebt man es traditionell und bodenständig. Herzhaftes wie Grünkohl mit Mettwurst, aber auch süße Klassiker wie Pflaumenkuchen mit Streuseln haben hier ihren festen Platz auf dem Tisch. Der Lippische Pickert reiht sich perfekt in diese bodenständige Küche ein – mit einfachen Zutaten, die jeder kennt, und einem Geschmack, der an vergangene Zeiten erinnert.
🌟 Was passt dazu?
Wenn du den Lippischen Pickert klassisch genießen möchtest, probier ihn mit etwas Zuckerrübensirup und einer Tasse kräftigem Schwarztee – das passt wunderbar. Für eine herzhafte Variante machen sich Butter und Käse hervorragend dazu. Und wenn etwas übrig bleibt: Einfach kalt essen oder am nächsten Tag toasten – schmeckt fast noch besser! Übrigens: Der Teig eignet sich auch für Waffeln oder kleine Pickertküchlein.
Fazit – Lippischer Pickert einfach selber machen
Lippischer Pickert ist ein tolles Rezept für alle, die Lust auf traditionelle, regionale Küche haben – mit Zutaten, die man fast immer zuhause hat. Ich liebe daran besonders die Vielseitigkeit: süß, herzhaft, warm oder kalt – es passt einfach immer. Der Teig ist einfach gemacht und gelingt auch Backanfänger:innen. Für mich ist Pickert echtes Wohlfühlessen – perfekt für graue Tage oder gemütliche Sonntagsfrühstücke. Probier es unbedingt aus und sag mir gern, wie es dir geschmeckt hat!
🍽️ Entdecke leckere Rezepte

Nürnberger Würstchen mit Sauerkraut Rezept – einfach & gut
Dieses Nürnberger Würstchen mit Sauerkraut Rezept ist ein echter Klassiker für kalte Tage. Es wärmt, macht satt und schmeckt wie früher bei Oma. Du brauchst nur wenige Zutaten und bekommst ein herzhaftes Wohlfühlgericht. Perfekt, wenn es schnell gehen soll und trotzdem besonders sein darf. Stell dir dazu dein schönstes Foto vor – genau das gehört jetzt hierher.

Bayerischer Schweinebraten
Ein klassischer Bayerischer Schweinebraten gehört in Burgau und in ganz Bayern fest zur regionalen Küche. Dieses Gericht ist bodenständig, aromatisch und genau das Richtige, wenn man Lust auf etwas Deftiges und Wärmendes hat. Der Braten passt wunderbar zu gemütlichen Mittagessen am Wochenende, zu Familienfeiern oder zu jedem Anlass, an dem man jemanden verwöhnen möchte. Besonders reizvoll ist die knusprige Kruste, die sich beim langen Braten entwickelt – sie ist für viele das absolute Highlight.

Forelle mit Kräutern
In Burg Stargard, einer kleinen charmanten Stadt in Mecklenburg-Vorpommern, hat die Forelle mit Kräutern eine lange Tradition. Das Gericht passt perfekt zu der ruhigen, naturverbundenen Region, die für klare Seen, ursprüngliche Wälder und viel Fischküche bekannt ist.

Töttchen – einfaches Rezept
Töttchen ist in vielen Regionen von Nordrhein-Westfalen ein echtes Herzensgericht. Besonders in und rund um Büren findet man diese Spezialität immer wieder auf Speisekarten traditioneller Gasthäuser. Das feine Ragout hat etwas wunderbar Bodenständiges und zugleich Festliches. Es passt genauso gut zu einem gemütlichen Mittagessen wie zu einer geselligen Runde am Abend.

Kartoffelpüree mit Äpfeln und Blutwurst
Kartoffelpüree mit Äpfeln und Blutwurst ist ein traditionelles, herzhaftes Gericht aus Nordrhein-Westfalen – und besonders im Raum Bünde sehr beliebt. Diese Kombination aus cremigem Püree, mild-süßen Äpfeln und würziger Blutwurst ist ein echtes Wohlfühlessen. Es passt wunderbar zum Mittag oder Abendessen, aber auch als rustikales Gericht an kühlen Herbst- und Wintertagen.
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